Schwäbische Laugenbrezeln rein pflanzlich

Aktualisiert: 3. Juli 2021

Außen kross und innen schön weich: Das ist die perfekte schwäbische Laugenbrezel. Rein pflanzlich mit leckeren Saaten und grobem Salz.


Heute möchte ich gerne ein ganz typisches schwäbisches Rezept mit Euch teilen. Es geht um die Laugenbrezel! Bei uns wächst man quasi mit diesem Gebäck auf. Die Laugenbrezel ist ein perfekter Seelentröster bei den Kleinsten, ist aber genau so beliebt bei den Erwachsenen. Sie passt einfach in jeder Lebenslage.

Was vielleicht viele Menschen gar nicht wissen ist, dass die Brezel vom Bäcker um die Ecke nicht immer vegetarisch, geschweige denn vegan ist! Oft wird der Laugenbrezel Schweineschmalz zugefügt, was völlig unnötig ist, da Margarine den gleichen Zweck erfüllt.

Als Veganer oder auch Vegetarier muss man also stets die Augen offen halten, denn die tierischen Inhaltsstoffe verstecken sich manchmal in unzähligen Produkten, in denen man sie nicht erwartet hätte. Damit aber niemand auf die leckeren Laugenbrezeln verzichten muss, gibt es hier die vegane Variante.


Rezept schwäbische Laugenbrezeln

Zutaten

für 10 Brezeln

  • 500g Dinkelmehl Type 630 (oder Weizenmehl Type 405)

  • 1 Päckchen Trockenhefe

  • 1/4 TL Zucker

  • 350ml pflanzliche Milch

  • 1 TL Salz

  • 1,5 L Wasser und 3 bis 4 EL Natron für die Lauge

  • grobes Salz, Sesam oder andere Kerne und Samen zum Bestreuen

  • Mehl für die Arbeitsfläche

  • 1 Backblech und Backpapier


Zubereitung

  1. Das Mehl, die Hefe, der Zucker und das Salz werden zunächst gut miteinander vermischt.

  2. Die Milch in einem Topf erwärmen, sodass sie lauwarm ist.

  3. Anschließend die Milch zum Mehlgemisch geben und zu einem Teig kneten. Das geht entweder von Hand oder mit einer Kuchenmaschine.

  4. Der Teig muss nun zugedeckt an einem warmen Ort für 45 Minuten ruhen.

  5. Nach dem Ende der Ruhezeit wird der Teig nochmals kräftig durchgeknetet und gewogen. Nachdem Ihr wisst, wie schwer der Teig ist, solltet Ihr ihn in etwa 10 gleich schwere Stücke schneiden. Bei mir wiegt ein Teigstück dann immer ungefähr 80 bis 90g.

  6. Nun kommt der spaßigste Teil vom Brezelbacken, das Formen! Nehmt dazu einfach ein Teigstück, legt es auf eine bemehlte Arbeitsfläche und rollt es mit beiden Händen zu einer circa 40cm langen „Wurst“. In der Mitte sollte die „Teigwurst“ etwas dicker als an den beiden Enden sein, damit Ihr später die typische Brezelform mit dickem Bauch und knusprigen Ärmchen bekommt.

  7. Während Ihr die restlichen Brezeln formt, stellt Ihr einen Topf mit Wasser und Natron auf den Herd und bringt das Ganze zum Kochen. Je nachdem, ob Ihr Eure Brezeln „laugiger“ haben wollt oder nicht, gebt Ihr einfach mehr oder weniger Natron in das Wasser.

  8. Die Lauge lasst Ihr dann 10 Minuten sprudelnd kochen, bevor Ihr die geformten Brezeln nacheinander hineingebt. Nehmt dazu am besten einen Schaumlöffel und lasst die Brezel vorsichtig in die kochende Lauge gleiten.

  9. Die Brezel sollte 30 Sekunden lang in der Lauge kochen, drückt sie dabei immer wieder nach unten, sodass auch die Oberseite der Brezel vollständig mit Lauge bedeckt ist. Nach den 30 Sekunden Kochzeit nehmt Ihr die Laugenbrezel vorsichtig heraus und legt sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.

  10. Nun könnt Ihr die Brezeln mit grobem Salz, Sesam und anderen Kernen und Samen bestreuen.

  11. Sobald alle Brezeln fertig gekocht und bestreut auf dem Backblech liegen, kommen sie für 20 Minuten bei 160° Umluft in den Backofen. Wenn sie eine goldbraune Farbe bekommen haben, sind sie fertig und können aus dem Ofen genommen werden.

Die Brezeln lassen sich ganz einfach variieren. Mit grobem Salz bestreut ist sie eine klassische schwäbische Laugenbrezel. Man kann sie aber auch mit verschiedenen Saaten und Kernen bestreuen.

Am liebsten genieße ich die Brezeln frisch aus dem Ofen mit einem leckeren, selbst gemachten Kräuterfrischkäse, einem bayrischen Obazda oder auch ganz einfach pur.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Eure Melouise

23 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen